Für die Studie werden gesucht:
- Frauen und Männer zwischen 20 und 85 Jahren mit primär oder sekundär progredienter (chronischer) MS (stetig voranschreitender Verlauf)
- mit ausgeprägter Spastik (Versteifung, Muskelspannung) in den Beinen und dadurch bedingter Gangstörung
- vorzugsweise ohne VolonA-Behandlung
Ausschlusskriterien: implantierter Elektrostimulator wie zum Beispiel Herzschrittmacher, Implantate im Bauchraum
Ziel der Studie
Ziel der Studie ist es, eine potenzielle spastiksenkende Wirkung der Rückenmarkstimulation und damit einhergehende Verbesserung des Gangbilds und Gehfähigkeit zu untersuchen. Die elektrischen Reize sollen die für die Spastik relevanten Nervenbahnen im Rücken erregen. Die vorrübergehende Änderung der Reizübertragung in den Nervenbahnen durch die Stimulation kann die Spastik für einige Stunden nach der Behandlung reduzieren. Mithilfe von Bewegungs- und Gangtests vor und nach der Stimulation soll ein möglicher unmittelbarer Effekt der Stimulation untersucht werden.
Ablauf der Studie
Die Studie findet an einem ambulanten Termin in den Räumen der Charité am Campus Berlin-Mitte statt. Der Termin dauert in etwa 2 bis 3 Stunden. Es erfolgt keine Vergütung der Teilnahme, die Fahrtkosten können aber erstattet werden. Die Studie beinhaltet eine Stimulation mit elektrischer Reizung des Rückenmarks über Klebeelektroden auf der Haut. Dabei wird die optimale Therapiestromstärke durch eine kurze Kalibrierungsphase eingestellt. Im Anschluss erhalten die Proband*innen eine 30-minütige Dauerstimulation im Liegen. Vor und nach der Stimulation werden kurze Bewegungs- und Gangtests durchgeführt. Die Gangtests werden auf Video aufgezeichnet. Die gesamte Gehstrecke während der Studie beträgt in etwa 60 m.
Kontakt
Bei Interesse oder Fragen kontaktieren Sie einfach das Studienteam:
eira-lotta.spieker(at)charite.de; nikolaus.wenger(at)charite.de
030 / 450-660089
Studienteam:
Prof. Dr. med. Lutz Harms
PD Dr. med. Klemens Ruprecht
Dr. med. univ. Nikolaus Wenger, PhD
Marie Hoffmann, Doktorandin
Dr.-Ing. Christina Salchow-Hömmen
Lotta Spieker, Doktorandin


