Würdigung ehrenamtlichen Engagements

Am 14. November 2019 fand in Berlin der alljährliche Festakt zur Würdigung all jener statt, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für MS-Erkrankte einsetzen. Mit Katja Bumann und Beate Kopplin waren auch zwei Berlinerinnen unter den Preisträgerinnen und Preisträgern.

„Unbezahlbar und doch unverzichtbar“, damit brachte Prof. Judith Haas, Vorsitzende des DMSG-Bundesverbundes, bei ihrer Begrüßungsrede das Engagement der Ehrenamtlichen auf den Punkt. Mehr als 4.000 sind es in der DMSG, die regelmäßig Angehörige pflegen, Gruppen leiten, beraten und neue Hoffnung schenken. „Ohne ihren selbstlosen Einsatz wären die vielfältigen Aufgabenbereiche, die der Verband als Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung wahrnimmt, nicht zu bewältigen.“

Genau deshalb standen sie und ihre Leistungen einen Tag im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ausgezeichnet wird das Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen: junge MS-Betroffene, die Herausragendes geleistet haben, der langjährige Vorsitz eines Landesverbandes, die Pflege MS-erkrankter Angehöriger, die Umsetzung von Maßnahmen, die das Leiden von Betroffenen lindern, und natürlich die ehrenamtliche Mitarbeit allgemein.

Ehrennadel in Gold für Katja Bumann

Die ehrenamtliche Mitarbeit zählte dieses Jahr 16 Preisträgerinnen und Preisträger – darunter auch Katja Bumann. Für ihre 20-jahrige Tätigkeit im Berliner Landesverband erhielt sie die Ehrennadel in Gold. „Ihr bisheriges Engagement ist so vielfältig, wie es in zwei Dekaden nur sein kann.“ Das hob der Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes, Bundespräsident a. D. Christian Wulff, bei seiner Laudatio hervor. Man könne sich nur anstecken lassen, von ihrem unermüdlichen Bemühen, für andere da zu sein.

Angefangen hat alles mit der Leitung einer Selbsthilfegruppe. Aber schon bald wurde Katja Bumann auch im Patientenbeirat aktiv und ihr Engagement immer breiter. So vertrat sie zum Beispiel im Behindertenbeirat in Steglitz-Zehlendorf die DMSG Berlin in der Arbeitsgruppe Gesundheit und Soziales, war im Zulassungsausschuss für Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung zehn Jahre Patientenvertreterin und wirkte von 2010 bis 2014 im erweiterten Vorstand der DMSG Berlin mit. 2012 rief sie den ehrenamtlichen Besuchsdienst des Berliner Landesverbandes ins Leben und entwickelt ihn seitdem engagiert weiter. Als 2017 die Peercounselorin der Berliner DMSG im Jüdischen Krankenhaus ausfiel, übernahm Katja Bumann auch noch diese Arbeit. Damit noch nicht genug, vermittelt sie mit unzähligen Einsätzen in Schulklassen und Klassen einer Pflegeschule Kenntnisse über die MS.

Pflegepreis für Beate Kopplin

Von den zwei Pflegepreisen, die auf dem Festakt vergeben wurden, ging einer an Beate Kopplin. Die Berlinerin kümmert sich um ihren Mann Thomas, der seit 1990 vollständig auf die Pflege und liebevolle Betreuung durch seine Frau angewiesen ist. „Der gelernten Erzieherin gelingt dabei die Balance aus Hingabe und Eigenfürsorge“, so Laudator Christian Wulff.

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Gruppenfoto mit allen, die von der DMSG 2019 für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet wurden.