Petition „Mensch vor Profit“

Auf change.org ist eine Petition an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angelaufen, die sich gegen die Ökonomisierung an deutschen Krankenhäusern richtet. Sie können sich mit Ihrer Unterschrift daran beteiligen.

Kürzlich veröffentlichte der „stern“ einen Appell, in dem sich Ärztinnen und Ärzte gemeinsam gegen das Diktat der Ökonomie an deutschen Krankenhäusern aussprechen. Sie kritisieren, dass es zunehmend auf Erlösoptimierung und Rendite ankommt, anstatt auf gute Medizin und Menschlichkeit. Um sich mit ihnen zu solidarisieren, hat Ludwig Hammel, der selbst Patient ist und an den Folgen einer Spätdiagnose leidet, die Patienten-Petition „Mensch vor Profit“ gestartet.   

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören bisher auch 36 ärztliche Organisationen und mehr als 1.500 Ärzte. Sie fordert Gesundheitsminister Jens Spahn auf, die drei zentralen Forderungen des Ärzte-Appells im „stern“ zu erfüllen:

  1. Beendigung der ökonomisch gesteuerten Übertherapie (= die Verordnung unnötiger medizinischer Behandlungsmaßnahmen) sowie Unterversorgung von Patienten.
  2. Abschaffung oder grundlegende Reformation des Abrechnungssystems nach „Fallpauschalen“ mit seinen vielen Fehlanreizen, die dazu führen, dass Patienten nicht die notwendige Diagnostik und Therapie bekommen, sondern oft nur das, was sich fürs Krankenhaus am besten rechnet.
  3. Sicherstellung der flächendeckenden medizinischen Versorgung durch leistungsfähige Krankenhäuser mit hohem Versorgungsstandard für alle Patienten.

Zur Petition geht es hier.

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Logo der Petition „Mensch vor Profit“. Dahinter zwei junge Hände, die eine ältere Hand halten.