Inklusion im freiwilligen Engagement

Dank des Engagements von über 130 ehrenamtlich Tätigen erleichtert der Verein KulturLeben Berlin sozial benachteiligten Menschen den Zugang zu kulturellen Angeboten in der Hauptstadt. Am 05.10.2020 stellte er in einer Pressekonferenz sein Projekt „Diversität und Inklusion im freiwilligen Engagement“ vor.

Das im Mai 2020 gestartete und von der Aktion Mensch geförderte Projekt soll Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die Möglichkeit geben, sich selbstbestimmt in die Arbeit des Vereins einzubringen. Um sein Ziel zu erreichen, setzt es auf den Ausbau inklusiver Engagement-Strukturen. Er betrifft alle Arbeitsbereiche, sowohl in physischer als auch in digitaler Hinsicht. So soll die über zehn Jahre gewachsene Datenbank, Herzstück des Vereins, der täglich nicht verkaufte Tickets unterschiedlichster Kulturveranstalter an Menschen mit niedrigem Einkommen vermittelt, in puncto Barrierefreiheit weiter umgestaltet werden. Gleiches gilt für die Website. Die Vor-Ort-Angebote wie das KulturCafé werden ebenfalls so ausgebaut, dass sich alle Menschen in ihnen engagieren können. Eine Umfrage unter den Engagierten soll zudem ermitteln, wo weiterer Verbesserungsbedarf besteht.

„Kultur als Schlüssel für Inklusion“

Schon jetzt werde deutlich, dass die inklusiven Arbeitsweisen mit einem Lernprozess für alle Beteiligten verknüpft sind, erläutert Projektleiterin Teresa Wittenbecher. Daher erhoffe sich der Verein durch die mit dem Projekt angestoßenen Veränderungen auch ganz allgemein einen intensiveren Austausch zwischen Kulturschaffenden und Menschen mit Behinderung. Folgt man der Auffassung von Schirmherrin Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin, ist das ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Denn ihrer Meinung nach „muss Kultur der Schlüssel für Inklusion sein.“ Hierbei gehe es nicht nur darum, Kultur zu konsumieren, sondern auch darum, aktiv an ihr teilzuhaben – egal ob mit oder ohne Behinderung.

In diesem Sinne forderte unter anderem Christine Braunert-Rümenapf, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, in der anschließenden Diskussion über den Stellenwert des freiwilligen Engagements für eine inklusive Gesellschaft und die Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe am Ehrenamt, dass die Vergabe von öffentlichen Geldern generell stärker an Kriterien der Barrierefreiheit gekoppelt werden müsse.

Website des Vereins: KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V.
Webseite des Projektes: „Diversität und Inklusion im freiwilligen Engagement“

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