Samstag, 19.Mai 2012
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Neudiagnose

Jeder Mensch reagiert auf die Diagnose anders – gemäß seiner Persönlichkeitsstruktur, seinem Charakter und seiner generellen Haltung zum Leben.

Manch Betroffener gerät in eine tiefe Krise, fühlt sich ohnmächtig und handlungsunfähig, ein anderer beschließt, alles von sich weg zu schieben und zu verdrängen, ein dritter stürzt  sich in blinden Aktionismus, „wehrt“ sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Für alle Betroffenen bringt die Diagnose Veränderung, Ungewissheit und viele offene Fragen.

Die am Anfang durchgeführten, vielen, langwierigen medizinischen Untersuchungen werden von den Betroffenen oft als belastend empfunden, aber sie bringen auch konkrete Informationen über die Art und den Schweregrad der Erkrankung.Dieses Wissen kann auch helfen diffuse, übersteigerte Ängste zu reduzieren und eröffnet zugleich Wege medizinischer Hilfe und therapeutischer Unterstützung.

Da alle Betroffenen diese Phase durchlebt haben, ist der Austausch untereinander von großer Bedeutung und das Gefühl, nicht allein zu sein, entlastend.

Eine wichtige Möglichkeit, über die Krankheit zu kommunizieren, bieten die Veranstaltungen der MS-Gesellschaften, die Stammtische sowie die Selbsthilfegruppen.

 

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