Samstag, 19.Mai 2012
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Müdigkeit

Zu den unsichtbaren Symptomen der MS gehört die Müdigkeit, auch Fatigue genannt.
Sie gehört zu den verbreitesten Beeinträchtigungen durch die Krankheit – 80 % aller Betroffenen leiden darunter –und ist für Außenstehende oft das irritierenste Phänomen des Krankheitsbildes.

Sie kann nach geringer Anstrengung auftreten und so die Aktionen des täglichen Lebens gravierend beeinträchtigen oder sie zeigt sich als anhaltender, genereller Mangel an Energie und Kraft.
Sie ist keinesfalls mit der normalen Müdigkeit gesunder Menschen vergleichbar.

Bei 40% der MS-Betroffenen stellt sie das Hauptsymptom ihrer MS-Erkrankung dar weil sie einschneidende Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche hat.

Neurologen gehen davon aus, dass die Fatigue die direkte Folge einer Schädigung des zentralen Nervensystems ist.

Fatigue wird von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Behinderungsgrad
  • Medikamenten
  • Körpertemperaturen
  • Tages- und Jahreszeiten
  • Lebensgewohnheiten
  • Ernährung
  • Aktivitäten/ Anstrengungen (körperlich, geistig)


Behandlungsmöglichkeiten:

Die möglichen Ursachen müssen zunächst sorgfältig abgeklärt werden. Die Fatigue ist durch bestimmte Medikamente positiv zu beeinflussen.
Darüber hinaus können gezielte Strategien und Verhaltensweisen hilfreich sein, die einer zu schnellen Erschöpfung entgegenwirken, d.h. im Alltäglichen Prioritäten setzen, die Kräfte einteilen, Pausen machen, Ziele nicht zu hoch stecken, flexibel planen und zur Verfügung stehende, spezifische Hilfsmittel nutzen. 

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