Samstag, 19.Mai 2012
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Fühlen

Als Folge und Begleiterscheinung der Multiplen Sklerose treten oft psychische Störungen auf, die in der Regel im affektiven Bereich liegen:

  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • Angststörungen

Diese „affektiven“ Störungen können eine ganz „normale“ Reaktion auf die MS sein.
Betroffene leiden unter Zukunftsängsten, trauern um verlorengegangene Fähigkeiten oder fürchten sich vor sozialer Isolation.
Solche Reaktionen können aber auch das Ausmaß einer psychischen Störung annehmen, die behandlungsbedürftig ist.

Eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis ist, dass die bei der MS auftretenden Entzündungsherde im Gehirn oder Störungen des Hirnstoffwechsels affektive Störungen verstärken oder auslösen können.
Diese Störungen haben Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl des Erkrankten, sein Handeln und seine zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie sind leichter oder schwerer ausgeprägt, können von kurzer oder längerer Dauer sein.

Bei gravierenden, lang anhaltenden affektiven Störungen hat sich eineKombination von Psychotherapie und Medikamenten bewährt.
Auch Paar- oder Familiengespräche sind hier hilfreich. 

© 2010 - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Berlin e. V.