Samstag, 19.Mai 2012
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Denken und Handeln

Mit der MS gehen häufig kognitive Störungen einher. Etwa die Hälfte der Erkrankten leiden unter diesen weitgehend unsichtbaren Symptomen. Sie entstehen durch die von der MS verursachten Entzündungen und Vernarbungen im Gehirn. Unterschiedliche Ebenen wie die des Denkens, der Wahrnehmung und der Problemlösung sind davon betroffen.

Stärkste Beeinträchtigungen zeigen sich in folgenden Bereichen:

  • Aufmerksamkeit
  • Konzentration
  • Gedächtnis
  • Informationsaufnahme und –verarbeitung
  • Problemlösung

Kognitive Defizite entstehen nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit physischen Symptomen wie Spastik und Schmerzen, können jedoch durch einen Schub ausgelöst oder verstärkt werden. Sie bedeuten keine Verminderung der Intelligenz, beeinträchtigen aber das allgemeine Leisungsvermögen.So wirken sich Symptome wie Vergesslichkeit und Ermüdbarkeit besonders am Arbeitsplatz negativ aus und führen zu Missverständnissen und Verunsicherung.Bisher gibt es keine medikamentöse Behandlung, die kognitive Störungen vollständig und langfristig zum Verschwinden bringen kann.

 

Aber es gibt individuell abgestimmte Trainingsmöglichkeiten, Tipps und Tricks für den Alltag, die die kognitiven Einschränkungen deutlich abschwächen können.Eine fachärztliche oder neuropsychologische Diagnostik ist in jedem Fall empfehlenswert. 

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