Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Berlin e.V. ist, wie auch alle anderen Landesverbände der DMSG, Mitunterstützer der Forschungsprojekte des DMSG Bundesverbandes.
Im Jahre 2007 gab es eine Reihe geförderter Forschungsprojekte, von denen einige im Jahre 2008 fortgeführt werden.
- Pathogenese und Therapie der entzündungsvermittelten Axonschädigung bei MS
Ziel des Projekts war es, zu erkennen, wie die Nervenzellverbindungen bei entzündlichen Erkrankungen wie der MS geschädigt werden können und ob in einem Frühstadium das Fortschreiten der axonalen Schädigung durch ein therapeutisches Eingreifen verhindert werden kann. Das Projekt wurde am Institut für Klinische Neuroimmunologie der Universität München durchgeführt und von der DMSG mit 31.146 € gefördert. - Verlaufsuntersuchung zum Einfluss der Epstein-Barr- Viruslast auf die Krankheitsaktivität bei Patienten mit schubförmig remittierender MS.
Ziel des Projekts war es, nachzuweisen, ob sich Bestandteile der Epstein-Barr-Virenlast bereits vor einem Schub in größeren Mengen im Blut von MS-Patienten finden lassen. Das Projekt wurde an der Charite´ in Berlin durchgeführt und von der DMSG mit 24.000 € gefördert. - Untersuchung von Toll-like Rezeptoren und Zytokinen in aktivierten plasmazytoiden dendritischen Zellen und T-Zellen von Patienten mit MS.
Ziel des Projekts war es, herauszufinden, welche Faktoren für die Zerstörung der Immunregulation bei MS verantwortlich sind und welche Rolle sie in Bezug auf verschiedene Zelltypen spielen. Das Projekt wurde am Institut für MS-Forschung in Göttingen durchgeführt und mit 42.670 € von der DMSG gefördert. - Molekulargenetische Untersuchung des Motorproteins Dynactin bei Multipler Sklerose.
Ziel des Projekts war es, einen weiteren Einblick in die Entstehung der MS zu gewinnen und zu erforschen, ob das Dynactin-Gen ein Risikogen der MS darstellt. Das Projekt wurde im Jüdischen Krankenhaus Berlin, in Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik des Klinikums rechts der Isar, München, durchgeführt und von der DMSG mit 5000 € gefördert. - Pathogene Mechanismen bei MS: die Rolle Koinhibitorischer Signale der B 7/CD28-Familie in der ZNS- Immunregulation
Ziel des Projekts ist es, den Signalweg der beiden Moniküle B7-H1 und PD-1, die beim Angriff des Immunsystems auf körpereigene Zellen eine wichtige Rolle spielen, näher zu charakterisieren. Das Projekt wird an der Universität Würzburg durchgeführt und von der DMSG mit 18.000 € unterstützt. - Antikörperantwort gegen native Oligodendrozyten-spezifische Connexine in der Multiplen Sklerose-Prävalenz, Charakteristik und prognostische Konsequenzen der spezifischen Immunantwort.
Ziel der Untersuchung ist es, Erkenntnisseüber die Rolle von Antikörpern bei MS zu gewinnen, um diese dann, evtl. gemeinsam mit anderen Antikörpern, als vorausschauende Biomarker der MS zu etablieren. Das Projekt wird an der Neurologischen Universitätsklinik Düsseldorf durchgeführt und von der DMSG mit 7000 € gefördert. - Frühe molekulare Veränderungen der normal erscheinenden weißen Substanz bei Multipler Sklerose
Ziel des Projekts ist es herauszufinden, welche Veränderungen in der noch normal erscheinenden weißen Substanz (myelinhaltige Bereiche) des Gehirns in der Frühphase der MS eine Rolle spielen.Das Projekt wird am Neurologischen Institut in Göttingen durchgeführt und von der DMSG mit 18.000€ gefördert.