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Angehörige

Die im nächsten Umfeld eines MS-kranken Menschen lebenden Angehörigen sind von den vielfältigen Auswirkungen der Krankheit mit betroffen.

Das Krankheitsgeschehen eines Familienmitglieds bringt immer auch Veränderungen im Leben derer mit sich, die mit dem Erkrankten im unmittelbaren täglichen Kontakt stehen.

Hilfsbereitschaft und Fürsorge sind oft permanent gefordert und müssen mit den anderen Pflichten des Alltags und des Berufs in Einklang gebracht werden.

Dies führt nicht selten zu Überschreitungen der eigenen Kapazitäten und daraus resultierenden Stresssymptomen wie Bluthochdruck, Migräne, Rückenschmerzen, Depressionen etc. Die ständige Konfrontation mit dem Leiden und Einschränkungen eines Familienangehörigen kann Schuldgefühle hervorrufen – weil man selbst gesund ist und die Situation des Erkrankten nicht grundlegend ändern kann.
Diese Schuldgefühle können manchmal auch in Wut und Aggression umschlagen.

Spätestens dann ist es unerlässlich, sich um Hilfe von außen zu bemühen und professionelle Unterstützung durch Fachleute, Psychologen und Therapeuten in Anspruch zu nehmen.

Es gibt Möglichkeiten, die Belastung der mitbetroffenen Angehörigen zu reduzieren ohne dass der Erkrankte daran Schaden nimmt.
Auch Selbsthilfegruppen sind geeignet, die nötige Geduld, den Mut und die Kraft für den Dienst am Nächsten zu unterstützen und zu befördern.