Bildkollage mit Impressionen zur DMSG Berlin e.V.

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose (kurz MS genannt) ist eine chronische Krankheit, die die Nervenbahnen im Gehirn und im Rückenmark befällt. Hierbei werden zunächst die Schutzschichten (das Myelin) der Nervenleitungen angegriffen und zerstört. Die Angriffe erfolgen an unterschiedlichen Stellen. Man spricht deshalb von multipler, also vielfacher Sklerose.

An den angegriffenen Stellen entstehen Narben, und der Körper ersetzt die zerstörte Myelinschicht durch hartes (sklerosiertes) Gewebe, das aber nicht mehr in der Lage ist, die elektrischen Nervensignale weiterzuleiten. Die Folge sind Störungen des Gehvermögens, der Bewegungsabläufe der Arme und Hände, Taubheitsgefühle, Missempfindungen sowie Störungen des Seh- und Sprachvermögens. Später im Verlauf kommt es auch zu einem Untergang von Nervengewebe selbst.

 

Es spricht viel dafür, dass sich hinter der MS unterschiedliche Krankheitsmechanismen verbergen. Der Verlauf der MS ist sehr variabel und schwer vorhersagbar. Sie kann gleichmäßig fortschreitend  verlaufen (man spricht dann von progedient), meistens aber verläuft sie, zumindest in den ersten Jahren, in Schüben.

 

Eine Erkrankung an MS muss nicht zwangsläufig schwer verlaufen. MS bricht meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus, wobei Frauen stärker gefährdet sind als Männer (Verhältnis ca. 3:2)

 

Über die Ursachen der MS liegen viele Hypothesen, aber wenig gesicherte Ergebnisse vor. Nach neueren Erkenntnissen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass bei der Krankheitsentstehung mehrere Faktoren eine Rolle spielen, wobei einer Fehlsteuerung des Immunsystems besondere Bedeutung zuzukommen scheint. Diese dürfte durch genetische Faktoren sowie Umwelteinflüsse bedingt sein. Vermutet werden z.B. Einflüsse bestimmter Virusinfektionen oder ein zu geringer Vitamin-D-Spiegel.