Ausflüge in Berlin
Straßen & Bürgersteige
Fast alle Bürgersteige in Berlin sind rollstuhlgeeignet, an den Kreuzungen sind die Bürgersteige abgeflacht. Rollstuhlfahrer sollten jedoch beim Ein- oder Abbiegen auf Radfahrer achten, die auf den rot markierten Fahrradwegen oft in beiden Fahrtrichtungen unterwegs sind.
Bahnhöfe
Viele U- und S-Bahnhöfe sind barrierefrei gestaltet, d. h. Rollstuhlfahrer können die Fahrzeuge ohne fremde Hilfe besteigen und verlassen. Außerdem stehen Blindenleitsysteme und visuelle Anzeigen für Hörgeschädigte zur Verfügung. Die BVG informiert, welche Haltestellen mit Rampen, Fahrtreppen, Aufzügen und Blindenleitsystemen ausgestattet sind. BVG-Hotline (030)-194 49, www.bvg.de, S-Bahn (030)-297 433 33.
U- & S-Bahnen
Die Fahrzeuge der U- und S-Bahnen sind alle barrierefrei. Hilfe beim Ein und Ausstieg erhalten Sie gegebenenfalls vom Zugfahrer oder durch die örtliche Aufsicht. Auf allen Bahnsteigen der U-Bahn stehen außerdem behindertengerechte Notruf- und Informationssäulen zur Verfügung.
BVG-Hotline (030)-194 49, www.bvg.de, S-Bahn (030)-297 433 33.
Mobilitätsservice-Zentrale der Bahn, Mo. –Fr. 8.00-20.00 Uhr, Samstag von 8.00-16.00 Uhr, Telefon: (018 05)512 512.
Busse
Die BVG verfügt über mehrere Omnibustypen, die die Möglichkeit der Rollstuhlbeförderung bieten. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Buslinien mit barrierefreien Bussen befahren. BVG-Hotline (030)-194 49, www.bvg.de
Fahrdienste & Stadtführungen
Wer sich als Behinderter allein oder mit anderen in Berlin und Brandenburg mit dem Wagen fahren lassen möchte, kann auf die Angebote spezieller Reiseagenturen zurückgreifen:
BBV Tours Behindertenfahrdienst, Bizetstraße 51-55, (030) 927 036 30/32
Micky Tours, Sewanstr. 2, (030) 515 33 06
Berlin-Erkundungen, Potsdamer Chaussee 21a, (030)-327 037 83
Elisabeth Schielzeth, Parchimer Allee 55c, (030) – 601 01 07
„Berlin barrierefrei“
Die vom Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung initiierte Aktion verleiht seit 2004 ein Gütezeichen für behindertenfreundliche Einrichtungen. Ein schwarz umrandeter weißer Pfleil auf gelben Grund zielt mit seiner Spitze auf den Schriftzug: „Berlin barrierefrei“. Das Zeichen sagt aus, dass dieses Restaurant, diese Hotel , dieser Supermarkt, dieses Museum usw. von allen Menschen zweckentsprechend genutzt werden kann- auch von Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen.
Berliner Behindertenverband e. V.
Der gemeinnützige Verband hilft mit Rat und Tat bei allen Fragen für Behinderte in Berlin weiter. Infotelefon (030) 204 38 47, Sprechzeiten Mi 12.00 – 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Landesamt
Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales („LAGeSo“) unterhält ein Bürgerbüro, das telefonisch Auskünfte erteilt.
(Nähere Informationen finden Sie unter „Kontakt/ rechte Seite“ )
Rollstuhlverleih
Rollstühle können bei Medicar gegen Gebühr gemietet werden. Medicar, Pankstraße 6-10,
Telefon (030)474112 46
Blinde Reisende
Der gemeinnützige Berliner Blinden- und Sehbehindertenverein erteilt Informationen über die Möglichkeiten für blinde Besucher.
Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein, Auerbacher Straße 7, (030)895 880, www.absv.de
| Barrierefreier Alex | | Drucken | |
| Am 18. Oktober 08 feierte der „U-Bahnhof Alexanderplatz“ seine Wiedergeburt in festlichem Rahmen. Der Alex ist Berlins größter und meist frequentierter Umsteigepunkt – etwa 180 000 Fahrgäste kommen dort täglich an oder steigen in eine andere U-Bahn um. Fünf Jahre dauerten die 30 Millionen teuren Umbau- und Sanierungsarbeiten. Jetzt befindet sich der ganze Bahnhof, der zwischen 1913 und 1939 gebaut wurde, weitgehend wieder im Originalzustand. Neu gestaltet wurde die Ladenpassage, die jetzt von 20 Geschäften gesäumt wird. Dort finden sich Imbissstationen aller Art, von der Sushi-Bar bis zur Burger-Bude, ein Buch- und Zeitungsstand, ein Blumenladen, ein Fingernagelstudio und selbst der Strumpfladen, den es schon seit 1981 dort gibt, ist wieder da. Die Ladenpassage ist Übergang zwischen Kreuzungen der U-Bahnlinien 2/5 und 8 zum S-Bahn und Regionalbahnhof. Ein neuer Ausgang führt direkt zur Straßenbahnhaltestelle auf dem Alexanderplatz. Die wichtigste Neuerung ist: der gesamte U-Bahnhof ist jetzt barrierefrei. Vier Aufzüge verbinden die einzelnen Bahnsteige mit dem Platz und der Straße. Der jahrelang ziemlich heruntergekommene Bahnhof ist nach dieser Totalsanierung viel freundlicher und heller geworden und dient nicht nur dem raschen Durcheilen sondern lädt durchaus zum Verweilen ein. |
| Apothekergarten | | Drucken | |
| Ein Besuch im Apothekergarten ist wie ein Blick ins Naturlexikon – aber eins zum Gucken, Schnuppern und Anfassen. Ob borstig behaarter Beinwell gegen Rheuma, zartgrüne Hopfenzapfen zur Beruhigung der Nerven oder üppig blühender Weißdorn bei Herzschwäche. Freude an Schönheit der Pflanzen und praktische Neugier treiben jedes Jahr Tausende von Besuchern in die Arzneipflanzengärten Deutschlands. Viele gehören zu botanischen Gärten oder sind im Rahmen von Bundes- oder Landesgartenschauen entstanden. Andere wurden von Pharmafirmen angelegt. Finanzielle Unterstützung kommt von Apothekerkammern, praktische Pflege leisten häufig Einzelpersonen ehrenamtlich.
Einige Anlagen erinnern in ihrer Form an ihre mittelalterlichen Vorläufer, die Klostergärten. Im Zentrum, wo sich die Wege kreuzen, stand früher oft der Brunnen. Im Augsburger Garten etwa findet der Besucher dort einen Pavillon mit Informationen über Namen, Herkunft, Inhaltsstoffe und Wirkungen der rund 200 einheimischen und eingebürgerten Pflanzen. Symmetrie ist das Ordnungsprinzip des Augsburger Gartens, sie bringt Klarheit und Übersicht in die wild wachsende Natur. Nicht immer allerdings halten sich die Pflanzen streng an den zugewiesenen Standort. So hat sich der gelbe Enzian, Besuchern auch als hochprozentiges Getränk bei Magendrücken bekannt, selbst bei den Herz-Kreislauf-Pflanzen ausgesät und gedeiht dort prächtig.
Möchten Sie selbst sehen, riechen und fühlen, worin sich beispielsweise die einzelnen Pfefferminzarten unterscheiden, möchten Sie erfahren, ob die hübschen Baldrianblüten oder die unscheinbare Wurzel den Schlaf am besten fördern, und woher die sprechenden Namen vieler Arzneipflanzen kommen, wie Beifuß, Wanzenkraut, Mönchspfeffer oder Mädesüß?
Dann empfehlen wir Ihnen einen Rundgang in einem Apothekergarten in Ihrer Nähe. Zum Beispiel im: Apothekergarten Berlin Botanischer Garten, Königin-Luise-Straße 6–8 14195 Berlin |
| Wirtshaus Moorlake | | Drucken | |
| Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Berlin und das seit über 100 Jahren. Das Wirtshaus Moorlake Idyllisch eingebettet am Uferweg der Havelbucht zwischen der Glienicker Brücke und der Pfaueninsel, liegt das romantische Wirtshaus etwas versteckt. Man muss aufpassen, die Abfahrt in den Waldweg von der Königsstraße in Wannsee, nicht zu verpassen. Nach einigen Kilometern Fahrt durch den Wald eröffnet sich ein schöner Blick auf die von Schilf gesäumte Havel. Dort, unweit des Ufers, steht das Forsthaus Moorlake mit Wintergarten und großem Biergarten.
Das in seiner Architektur nostalgisch anmutende Bauwerk wurde vom preußische König Friedrich Wilhelm IV. im Jahre 1840 zu Ehren seiner aus Bayern stammenden Gemahlin Elisabeth von Wittelsbach erbaut. Damals wurde es zur Erholung und von Jagdgesellschaften zu üppigen Gelagen genutzt.
Im Jahre 1896 verpachtete das Königshaus die Moorlake als Gaststätte. Es wurden ein Wirtschaftsgebäude und ein Festsaal angebaut. Bis 1918 reservierte sich das Haus Hohenzollern den Gastraum in der oberen Etage ausschließlich für sich und seine persönlichen Gäste.
Seit 25 Jahren sorgt die Familie Roeder mit gepflegter Küche und literarischen Veranstaltungen für das leibliche und kulturelle Wohl ihrer Besucher. Im schönen Biergarten mit den alten Gaslaternen laden weiß-gelb kartierte Sechsertische zum Verweilen ein. Die Kellner, alle livriert und mit grünen Westen gekleidet, zeigen viel Standesbewusstsein und den Gästen gegenüber nicht allzu servile Aufmerksamkeit.
Angeboten wird eine klassisch regionale Küche mit Gerichten der Saison. So kann man die Rinderroulade „bürgerlich“ mit hausgemachtem Apfelrotkohl und Salzkartoffeln für 12, 80 Euro genießen oder den Spargel „PUR“ mit zerlassener Butter oder Sc. Hollandaise und Salzkartoffeln für 13,80 Euro.
Das Wirtshaus ist 365 Tage im Jahr geöffnet. Da es bei vielen Ausflüglern beliebt ist und oft ganze Busse mit Besuchern dort einkehren, empfiehlt es sich, an Wochenenden einen Tisch im Freien zu reservieren.
Zwei große behinderten- und rollstuhltaugliche Toiletten sind vorhanden.
Familie Roeder Historisches Wirtshaus Moorlake Moorlakeweg 6 14109 Berlin-Wannsee Telefon: 030-805 58 09 Telefax: 030-805 25 88 e-mail: info(at)moorlake.de Internet: moorlake.de |