Bildkollage mit Impressionen zur DMSG Berlin e.V.

Mit dem Rollstuhl unterwegs

Wer kennt das nicht als Rollstuhlfahrer(in)? Plötzlich geht es nicht mehr weiter. Das Restaurant bleibt wegen Stufen, die zum Eingang führen, verschlossen. Das WC kann nicht erreicht werden, weil die Wendeltreppe den Zugang versperrt. „Wheelmap“ ist eine Karte für rollstuhlgerechte Orte. Aktuell sind bereits über 290.000 Plätze wie Museen, Kinos, Cafés oder Restaurants erfasst – für Deutschland und weltweit. Da die Wheelmap auch als kostenlose App für mobile Endgeräte verfügbar ist, kann die Karte bequem unterwegs genutzt werden. Der Link lautet:  www.wheelmap.org.

Bewertet werden die Orte nach dem Ampelsystem. Ein grüner Wimpel zeigt einen  rollstuhlgerechten Ort an. Orange bedeutet, der Ort ist teilweise rollstuhlgerecht. Rot heißt: dieser Ort ist nicht befahrbar.

Täglich werden rund 200 neue Plätze eingetragen und bewertet. Jede/Jeder kann sich daran beteiligen. Die Idee der Wheelmap stammt von den „Sozialhelden“. Dies ist eine Gruppe engagierter Personen, die seit 2004 kreative Projekte umsetzen. Ihr Ziel ist es, soziale Probleme in den Fokus zu rücken und sie bestenfalls zu beseitigen. Und so sollen mittels der Wheelmap auch Besitzer nicht rollstuhlgerechter Orte auf das Problem aufmerksam gemacht werden. Vielleicht werden diese ja dazu angeregt, über die Barrierefreiheit in ihrer Lokalität nachzudenken. In Deutschland gibt es ca. 1.6 Millionen Rollstuhlfahrer. 4,8 Millionen Menschen sind mit Rollatoren unterwegs.

Quelle: www.wheelmap.org.

 

Mobilität

Mobilität ist für jeden Menschen wichtig, vor allem wenn es aufgrund einer Erkrankung wie der Multiplen Sklerose zu Einschränkungen in der eigenen Beweglichkeit kommt. Es gibt  verschiedene Nachteilsausgleiche und Hilfestellungen, um Mobilitätseinschränkungen zu kompensieren. Im Folgenden werden einige Bereiche aufgeführt. Für ausführliche Informationen wenden Sie sich bitte an die Beratung des DMSG Landesverbandes Berlin e.V.

 

Öffentlicher Verkehr

Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) bietet einen kostenlosen Begleitservice für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln an. Begleitet wird jeder, der mobilitätseingeschränkt (geh- oder sehbehindert) ist, älter geworden ist und Bus und Bahn nur schwer alleine benutzen kann oder Hilfe an komplizierten Umsteigepunkten benötigt. Im gesamten Stadtgebiet von Berlin (inklusive Flughafen Schönefeld) – von der Wohnungstür zur Zieladresse und natürlich wieder zurück.

Kontakt über die Homepage des VBB

http://www.vbb.de/de/article/barrierefrei-reisen/bus-und-bahn-begleitservice/1800.html

 

Die Deutsche Bahn bietet einen speziellen Servicebereich für mobilitätseingeschränkte Reisende

unter „Mobil mit Handicap“

http://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/uebersicht.shtml

 

Neben den Einstiegshilfen gibt es verschiedene Vergünstigungen, die unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Schwerbehindertenausweis geltend gemacht werden können.

 

Berliner Sonderfahrdienst (SFD-Berlin)

In Berlin gibt es für Menschen mit Behinderung einen SonderFahrDienst, der ausschließlich für private Fahrten im Rahmen von Freizeit und Erholung zur Verfügung steht.
Der SonderFahrDienst soll Menschen, die in ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt sind, Gelegenheit geben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Zum SonderFahrDienst gehören Assistenzleistungen wie die mit der Fahrt verbundene erforderliche Treppenhilfe (Tür-zu-Tür-Service). Zugangskriterium zum SonderFahrDienst ist das Merkmal „T“ (Teilnahmeberechtigung zum SonderFahrDienst).

SonderFahrDienstberechtigte Personen, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung dazu in der Lage sind, können auch jedes andere Taxi nutzen und über ein Taxikonto abrechnen.
Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Versorgungsamtes

http://www.berlin.de/lageso/behinderung/sofa/#info

 

Kraftfahrzeughilfe

Das eigene Auto ist für bewegungseingeschränkte MS-Betroffene in der Regel das angenehmste Fortbewegungsmittel. Es ermöglicht das größte Maß an individueller Freiheit und macht unabhängig von der Hilfe durch andere Personen. Selbst bei schweren körperlichen Behinderungen besteht die Möglichkeit, durch technische Veränderungen am Fahrzeug, Ein- und Umbauten auf der Grundlage von „Sicherheitsmaßnahmen bei körperbehinderten Kraftfahrern“ – die Einschränkungen des Fahrers auszugleichen. Zuschüsse für die Anschaffung eines behindertengerechten Autos oder die behindertengerechte Zusatzausrüstung gibt es unter bestimmten Bedingungen über den zuständigen Rehabilitationsträger (dies kann die gesetzliche Unfallversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung, das Versorgungsamt, die Arbeitsagentur, das Integrationssamt oder gegebenenfalls auch das Sozialamt sein).

 

Berliner Mobilitätshilfedienste

Die Berliner Mobilitätshilfedienste wenden sich an alle Menschen, die in ihrer Mobilität beeinträchtig sind. Das sind Personen, die ihre Wohnung nicht mehr aus eigener Kraft verlassen können. Die Berliner Mobilitätshilfedienste bieten in allen Bezirken mobilitätsbeeinträchtigten Menschen Begleithilfen an. Ziel ist, ihnen Wege und Aktivitäten ihrer Wahl und die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft im Wohnumfeld zu ermöglichen und sie zu motivieren, nach draußen zu gehen bzw. sich zu bewegen. Hierbei kann es sich z.B. um eine Begleitung zum Einkauf, zu einer kulturellen Veranstaltung oder auch nur um eine Begleitung zum Spazierengehen handeln. Die Mobilitätshilfedienste erheben einen geringen Betrag als Eigenbeteiligung.

http://www.berliner-mobilitaetshilfedienste.de/seiten/angebote.html

 

Mobidat

Ist eine umfangreichen Datenbank mit detaillierten Informationen zur barrierefreien Zugänglichkeit von Berliner Einrichtungen, Gebäuden mit Publikumsverkehr und auch Arztpraxen. Die Institutionen werden hier mit ihrem jeweiligen Grad der Barrierefreiheit beschrieben.

http://www.mobidat.net/