Bildkollage mit Impressionen zur DMSG Berlin e.V.

Unser neues Projekt, der „Betreuungsverbund für Menschen mit MS“

Das Betreute Einzelwohnen hat sich als tauglich erwiesen, Menschen mit MS bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen und zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.

 

Unsere bisherige Erfahrung im BEW hat aber auch gezeigt, dass sich ein Teil der von uns betreuten MS-Erkrankten  u.a. aufgrund der Fatique (ein chronischer, nicht steuerbarer „abnormer“ Erschöpfungszustand) durch die durchschnittlich dreistündigen Termine  sowohl mental als auch physisch überfordert fühlen. Für Einige kommen weitere regelmäßige Termine für  Pflegedienste und medizinisch-therapeutische Anwendungen dazu, die eine bedarfsorientierte Planung der Betreuungstermine erschweren.

 

Mit einer Betreuungsmöglichkeit  mehrerer Klienten in  unmittelbarer Wohnraumnähe als Betreuungsverbund möchten wir auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Klienten  noch besser reagieren.  Die Unterstützung der Klienten erfolgt wie beim Betreuten Einzelwohnen u.a.

  • bei der Bearbeitung persönlicher Probleme
  • bei Konflikten mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn
  • bei der Organisation des Haushalts
  • bei Kontakten mit  Ämtern und Behörden
  • beim Lesen, Verstehen und Bearbeiten von Posteingängen
  • bei der Freizeitgestaltung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • bei der Beratung und Organisation ambulanter pflegerischer Versorgung
  • bei der Erhaltung oder Erlangung einer Tagesstruktur
  • durch die Begleitung bei Arztbesuchen
  • bei der Krankheitsbewältigung
  • bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven

 

Der geplante Betreuungsverbund mit einer Stützpunktwohnung in nächster Nähe soll den Bedürfnissen der Betroffenen aber sehr viel näher kommen.

 

So sind sowohl kürzere als auch längere Termine möglich.

  • Die Sozialarbeiter können bei Bedarf seitens der Klienten spontan kontaktiert werden
  • Die Mitglieder eines Betreuungsverbundes können entweder in ihrer eigenen Wohnung oder im Betreuungsstützpunkt unkompliziert Kontakt zueinander aufnehmen.
  • Die Betroffenen können  dadurch besser unterstützt werden, mit einem konsequenten Zeitmanagement die individuellen mentalen und physiologischen Ressourcen so zu nutzen, dass sie zu einer Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität finden.

 

Der Betreuungsverbund soll für zehn 1½ bis 2 Zimmer-Wohnungen sowie eine Stützpunktwohnung in einem Hochhaus oder einer kleinen Wohnanlage vorgesehen werden. Diese soll über ein Büro für die Betreuer, einen gemeinschaftlich zu nutzenden ausreichend großen Wohnraum, eine Küche sowie Sanitäranlagen verfügen. Bei der Standortwahl wird darauf geachtet, dass sich in unmittelbarer Nähe Einkaufsmöglichkeiten für Artikel des täglichen Bedarfs befinden. Nahegelegene barrierefreie Verkehrsmittel sind zwingende Voraussetzung für die Auswahl des Standortes. Die zum Verbund gehörenden Klienten werden selbst Mieter der Wohnungen sein. Sie richten ihre Wohnungen nach eigenem Geschmack und aus eigenen Mitteln selbst ein.

 

Die Realisierung eines solchen Projektes wird naturgemäß einige Zeit in Anspruch nehmen, weil Wohnprojekte angesehen und ausgewählt werden müssen. Es muss Verhandlungen mit den zuständigen Senatsstellen geben, die Stützpunktwohnung muss eingerichtet werden, die zukünftigen Bewohner des Verbundes und auch die Mitarbeiter müssen ausgewählt werden.

 

Wenn Sie sagen „Darüber möchte ich mehr erfahren“ melden Sie sich bitte bei uns.

Telefonisch erreichen Sie uns in der Regel montags bis  donnerstags in der Zeit zwischen 10:00 und 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 89 73 46 32. Zu allen anderen Zeiten ist der Anrufbeantworter geschaltet. Wir rufen Sie gerne zurück. Sie können mir aber auch eine Mail schicken unter
jutta.moltrecht(at)dmsg-berlin.de

 

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.